Amici di Scolopax
Amici di Scolopax - Natura e Passione

Scolopax rusticola

Morphologie

Inhaltverzeichnis:


ramo

 

Schnabel

Der Schnabel ist ohne Zweifel die bedeutsamste Charakteristik der Waldschnepfe, da er mit seinen 6 - 8 cm circa 2/3 länger als der gesamte Kopf ist. Der Vorderteil der Oberschnabels bietet die Möglichkeit einer separaten Aufwärtsbewegung, um - nach Einführen des Schnabels in die Erde - Würmer zu ergreifen. Außerdem hat dieser Teil des Schnabels Takt- und Geschmackspapillen. Nach Meinung von Prof. Spanòs, beinhaltet die obere Schnabelpartie einen Teil des Geruchsorgans, der den Geruch der Beute in Richtung Nasenhöhle kanalisiert. cranio
Im oberen Teil des Schnabels befindet sich ein gelenkartiges Gebilde, welches das Erbeuten von Regenwürmern erleichtert.
Die Schnabelwinkel können leicht angehoben werden dank des "quadratum" oder "Viereckknochens", der verschiedene Gelenke besitzt. In dem Pseudo-Gelenk des oberen Kieferknochens befindet sich eine winzige, hauchdünne Knochenscheide, die direkt mit dem Gelenk verbunden ist und die Flexibilität des Nasenknochens erhöht.becca12.jpg (18456 Byte)
Eine Anomalie, die in den letzten Jahren beobachtet wurde, ist ein immer öfter auftretender, sehr viel kürzerer Schnabel.  Diese Waldschnepfen werden  in Italien "brevirostre" (kurzschnabelig) genannt. In diesen Fällen ist der Schnabel zwischen 28 - 59 mm. lang.  

 

 

Gehör

Das Gehör ist hochentwickelt, die Ohröffnungen sind, nicht hinter den Augen wie bei anderen Vogelarten, sondern cranial unterhalb diesen, ausserdem sind diese Öffnungen mit Federn geschüzt.
Mit großer Warscheinlichkeit ist diese Position nützlich, um Schwingungen der Beute besser wahrzunehmen.

 

Augen becca04.jpg (15463 Byte)

Die großen und ausdrucksvollen schwarzen Augen sind hoch und hinten am Kopf, der dadurch eher eckig erscheint, situiert. Diese Position erlaubt der Waldschnepfe ein Sehfeld von fast 360°. Da die Waldschnepfe auch nachts aktiv ist, sind ihre Augen dementsprechend angepasst.

 


Füße

Die Füße sind sehr kurz und haben 4 Zehen wobei eine nach hinten gerichtet ist, was ein typisches Merkmal für Laufvögel darstellt.
Der Mittlere von den drei vorderen Zehen ist am stärksten entwickelt.
Die Farbe der Beine variiert von grau bis zu einer gelb-rosa Färbung.

 

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Flügel

Die Flügel sind lang und breit mit 10 Handschwingen und 16 Armschwingen.
Von grossem Interesse ist die sogenannte "Malerfeder", eine kleine zurückgebildete primäre Handschwinge.
Diese wurde immer als erste äussere Feder betrachtet, ist aber effektiv nur die dritte, da die ersten zwei äusseren noch kleiner und unterentwickelter sind.

 


Schwanzfedern

Die Schwanzfedern sind kurz und können sich als "Rad" aufplustern, diese stellen sich aus 12 Steuerfedern zusammen. Die Spitze dieser Federn sind von einem makellosen Weiß.

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Federn

Das Federkleid ist ohne Zweifel der Hauptschutz des Tieres, da es sich perfekt mit den Farbtönen des Waldbodens abstimmt.
Die Farben variieren individuelle, sind aber größtenteils braun mit Mischungen und Schattierungen, die von Grautönen bis zu Gelbrottönen variieren, aber auch dunkelbraun bis zum schwarzfaserig auf dem Rücken. Brust und Bauchbereich haben Querstreifen in Brauntönen. Sehr selten sind Fälle von Isabellfarbenen Tönen und totalem Albinismus. Häufiger tritt parzieller Albinismus auf.
Bis jetzt sind noch niemals Waldschnepfen mit komplett schwarzem Federkleid (Melanismus) gesichtet worden.

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Gewicht

Das Gewicht ist sehr unterschiedlich, und verschiedene Wissenschaftler haben sich dieser Frage gewidmet . Garavini und Spanò in Italien, Fraguglione e Fadat in Frankreich, Marcström in Schweden, nur um einige zu nennen.grafica
Normalerweise liegt das Gewicht einer Schnepfe zwischen 250 und 380 g . Aber man hat auch Tiere von ca. 200 g und Höchstgewicht von ca. 500 g entdeckt.Diese beachtenswerten Variationen hängen auch von anderen Faktoren, wie zum Beispiel Paarungszeit, Kraftaufwand während der Zugzeit, Klimazone und Geschlechts-dimorphismus ab.

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Stimme

Das Repertoire an Lautäusserungen der Waldschnepfe umfasst den in der Waidmannssprache "Puitzen und Quorren" genannten Balzgesang, sowie diverse Angstlaute und Allarmrufe.
Cruà - Cruà - Cruà =  Brunftlied
Quorr - Quorr = typische Geräusche der männlichen Tiere während der Paarungszeit

Verschiedene andere Geräusche und Angstrufe sind während der Jagd gehört worden wenn das Tier vom Hund oder vom Jäger entdeckt wurde:
Che - Che ; Cia - cia - ciak ; Pui - pui - pui.

Andere Laute der Kommunikation zwischen den Vögeln die gehört worden sind:
Pssevitt;  Pfuizzt;  Tuit; Cuorr;  Pip - pi - pip;

Sie können hier zwei verschieden Lauten zuhören.
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Alter

Die Altersbestimmung der Waldschnepfe ist von vielen Wissenschaftlern studiert worden, aber nur einer, Dr. Clausager aus Dänemark hat eine sichere Methode publiziert.
Diese Methode wurde von verschiedenen anderen Wissenschaftlern benutzt, unter anderem von Prof. Spanò in Italien.
Ausschlaggebend, ob es sich um ein einjähriges oder ein erwachsenes Tier der letzten Jahre handelt, ist die Analyse der ersten drei äusseren Schwungfedern.
remiganti Man kann die Jungvögel von den älteren Exemplaren durch die Abnützung der Federspitzen erkennen. Der "Diesjährige" hat noch sehr ausgefranste Flügelspitzen (siehe Foto).
Zusätzlich zu dieser Methode werden noch andere Hinweise, die das Alter des Vogels bestimmen könnten, aufgenommen.
Zum Beispiel die Untersuchung der großen Deckfedern, die über den äusseren und inneren Sprungfedern liegen, die Schulterblattfedern, die Ruderfedern in Basis der Farbtönung der Zeichnung der Umrisse, aber auch die größe der Farbborten und der Zahnung der Federn.    Der aktuelle Stand gibt keine anderen Möglichkeiten über die Aufklärung des Alters der Waldschnepfe, ausser bei den Vögeln, die als Küken beringt wurden.

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Geschlecht

organi Das Geschlecht der Waldschnepfe lässt sich nur durch eine Autopsie genau bestimmen, da es keine äusseren Merkmale gibt, die ein sicheres Ansprechen ermöglichen.
Durch einen Bauchschnitt rechts (für den Ausführenden) und das Hochheben der Darmschlingen kann man entweder die Hoden, die wie zwei Reiskörner aussehen, oder die Eierstöcke, dessen Körner  ähnlich wie eine kleine Traube geformt sind, erkennen. (Siehe Foto).

 

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